Vorschlagskontierung vs. automatische Kontierungsfindung

Die beiden Methoden, nämlich der Eintrag einer Vorschlagskontierung (Kostenstelle oder Innenauftrag) in einer Kostenart einerseits sowie der Eintrag der Kostenart mit zugeordnetem CO-Kontierungsobjekt in den Tabellen zur automatischen Kontierungsfindung (relevante Tabellen: TKA3A, TKA3C und TKA3P) andererseits, haben unterschiedliche Zielrichtungen.

Während die in der Kostenart hinterlegte Vorschlagskontierung als Arbeitserleichterung für den Erfasser eines manuell zu buchenden Belegs zu interpretieren ist, kommen die Einträge zur automatischen Kontierungsfindung (Transaktion OKB9) primär bei maschinell erzeugten Buchungen (aus der Materialwirtschaft bzw. Bestandsführung) zum Tragen.

Unter einem technisch-fachlichen Aspekt ist des Weiteren zu bedenken, dass eine Vorschlagskontierung aufgrund des Bezugs einer Kostenart zu einem Kostenrechnungskreis „nur“ kostenrechnungskreisweit gilt, wohingegen bei der automatischen Kontierungsfindung die Einträge mit Buchungskreisbezug vorgenommen werden, was im Falle einer buchungskreisübergreifenden Kostenrechnung eine weiter gehende Differenzierung ermöglicht.

Gleichwohl haben beide Methoden in bestimmten Fällen denselben Effekt, bspw. bei der Nachbuchung eines FI-Belegs nach CO, wenn das betreffende Sachkonto zum Zeitpunkt der originären Buchung nicht als Kostenart angelegt war. Hier ist es unerheblich, ob die beim (nachträglichen) Erzeugen des CO-Belegs bspw. zu kontierende Kostenstelle als Vorschlagskontierung in der Kostenart oder als Eintrag in der Tabelle der automatischen Kontierungsfindung steht.

Existieren übrigens beide Einträge mit unterschiedlichen Werten, dann hat die Tabelle der automatischen Kontierungsfindung Vorrang vor der Vorschlagskontierung.

Siehe auch Reihenfolge der Funktionen im CO-Interface

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